Highlights sind oftmals eher ein Begriff als Lowlights. Doch auch diese Strähneneffekte spielen eine wichtige Rolle, wenn es um den Bereich der Farbe im Salon geht. Denn oftmals ist die Kundin im Laufe der Zeit, nach einem Urlaub oder nach der Sommerzeit viel zu hell geworden und es fehlt der Farbe eine gewisse Tiefe. Genau diese kann mit Lowlights dem Haar wieder zurückgegeben werden. Reflex und Sattheit werden bei diesen Strähnen wieder ins Haar gebracht und der Gesamt-Look erhält wieder mehr Changierung, Natürlichkeit und einen gesträhnten Charakter. Mehr dazu erwartet Dich hier.
Einstieg
Hallo, ich bin Florian aus dem HairHaus Education Team und wir nehmen uns heute das Thema Lowlights vor.
- Was sind Lowlights?
- Was sind Lowlights, wann machen sie Sinn und wie setzt man sie bestmöglich ein?
Lowlights werden meist dann angewendet, wenn:
- die Kundin durch Sonne oder Colorationen zu hell geworden ist
- mehr Tiefe gewünscht wird
- die Haarfarbe insgesamt dunkler und strukturierter wirken soll
Wie der Name schon sagt:
Ausgangssituation
In unserem Beispiel:
- Tonhöhe: 9 bis 10
- leicht goldener Bereich
- Wunsch: mehr Tiefe und Struktur
Gewählte Zieltonhöhe:
Step 1: Ansatzfarbe auftragen
- Klassische Ansatzfarbe
- Abteilung: Kreuzscheitel
Ihr arbeitet Passé für Passé und tragt die Wunschfarbe am Ansatz auf.
Step 2: Übergang vorbereiten
Da wir etwa 1,5 Töne dunkler arbeiten:
- jedes Passé sorgfältig durchkämmen
- grober Kamm verwenden
- Farbe leicht in Längen und Spitzen ziehen
Ziel:
- harte Kanten vermeiden
- weiche Übergänge schaffen
Optional:
- 5–10 Minuten vorwirken lassen für mehr Ansatzintensität
Step 3: Abteilungen setzen
Wichtig:
- Passés nicht gerade setzen
- immer schräg arbeiten
Warum?
- verhindert Streifenbildung (z. B. bei Zopf)
- sorgt für weichere Verläufe
Step 4: Lowlights einarbeiten
Vorgehen im Wechsel:
- Erstes Passé:
- Farbe vom Ansatz leicht in Längen ziehen
- einkämmen für weichen Verlauf
- Nächstes Passé (Slice):
- komplett von Ansatz bis Spitze färben
Optional:
- Längen und Spitzen eine halbe bis eine Nuance heller wählen
Wichtig:
immer in derselben Farbrichtung bleiben
Step 5: Kompletten Kopf durcharbeiten
- Start im vorderen Bereich (höchste Intensität)
- im Hinterkopf genauso weiterarbeiten
- weiterhin schräg in die Kontur gehen
Step 6: Ausspülen & Veredelung
Beim Ausspülen:
- Farbe emulgieren
- leichte Nuancierung ins restliche Haar bringen
Optional:
- Abmattierung oder Veredelung
- wenn das Blond an Strahlkraft verloren hat
Ergebnis
- mehr Tiefe und Dimension
- natürliches Farbspiel
- einzelne Strähnen heben sich hervor
- harmonisches Gesamtbild bleibt erhalten
Verwendete Rezeptur
Produkt: Eslabondexx Color
Warum:
- integriertes Plex-System
- besonders schonend fürs Haar
Nuancen:
- 821 → kühler Anteil
- 737 → warme Komponente
Zusatz:
Ziel:
- Balance zwischen kühl und warm
- verhindert unerwünschten Grünstich
Wichtig beim Mixton:
- immer Mixtontabelle beachten
- bei Eslabondexx: Mixton wird on top hinzugegeben
Fazit
Lowlights sind perfekt, um:
- zu helle Haare auszugleichen
- mehr Tiefe zu schaffen
- natürliche Bewegung ins Haar zu bringen
Abschluss
Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren.
Gerade Kundinnen nach dem Sommerurlaub könnt ihr mit Lowlights richtig glücklich machen.
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